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Essiac

Besonders infam sind Mittelchen wie dieses, die Hilfe bei schwersten Krankheiten wie Krebs versprechen. Das hier aufgeführte Essiac wird auch im Internet angeboten, wobei behauptet wird, eine kanadische Untersuchung hätte die Wirksamkeit belegt.

Wenn man sich diese Untersuchung ansieht, muss man allerdings feststellen, dass genau das Gegenteil der Fall ist: Es wurde in mehrjährigen Versuchen keinerlei Wirkung festgestellt, die entsprechenden Stellen sind weiter unten aufgeführt.

Bewertung nach den zehn Indizien für Quacksalberei des Arzneitelegramms:

Hände weg!

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 ESSIAC 

Hoffnung für viele Krebskranke 

Krebs -eine Diagnose, die uns immer wieder einen Schauer über den Rücken jagt. Operation, Chemotherapie - diese Behandlungen erscheinen uns hier meist unvermeidbar. Doch es gibt Alternativen - immer mehr. Vor allem in der Naturheilkunde. Geheime Mittel, die sich unserem Verstand entziehen - die aber trotzdem wirken - gesund machen! 

Essiac zum Beispiel ist ein Kräuterelixier, das ein alter indianischer Medizinmann Ende das vorigen Jahrhunderts braute. Und damit 
viel Gutes tat - im Verborgenen. Nur durch einen Zufall wurde das Heilmittel von einer kanadischen Krankenschwester namens Rene Caisse entdeckt. 1922 sah sie bei einer damals 80iährigen Patientin Narben an der Brust. Die 30 Jahre vorher an Brustkrebs erkrankte Frau hatte von dem alten Medizinmann das Mittel erhalten und war dadurch gesund geworden - und blieb es bis ins hohe Alter. Rene Caisse war begeistert, erhielt auf langes Bitten hin dieses geheime Rezept - und nun begann ein schwerer Kampf. Die 34jährige Krankenschwester, voller Idealismus, versuchte jetzt immer wieder, dieses Wissen an alle Krebskranken weiterzugeben. Doch nur wenige Ärzte geben ihr die Erlaubnis. Obwohl sie vielen Kranken half. Obwohl im Untersuchungsbericht an die kanadische Krebskommission stand: " Die erreichbaren Fortschritte mit Essiac sind absolut erstaunlich." 
Caisse versuchte nun, heimlich zu heilen und so drohten ihr immer wieder Verhaftung und Gefängnis, da sie als "Nichtärztin" mit ihren Heilerfolgen, häufig wider Willen, Schlagzeilen machte. Bis kurz vor ihrem Tod 1978 bewahrte sie das Rezept als Geheimnis. 

Dr. Brusch, der frühere Hausarzt von J. F. Kennedy, erhielt später das Rezept und behandelte sich selbst erfolgreich mit Essiac. 1990 schrieb er: "... seit meiner 1984 gestellten Diagnose Darmkrebs trinke ich jeden Tag Essiac. Eine kürzliche Untersuchung ergab: Ich bin gesund" 
Auch heute hilft der Wundertrank noch vielen Menschen. So etwa der Bambergerin Silvia M. (53). "Lymphom" diagnostizierten die Ärzte vor vier Jahren. Trotz Chemotherapie griff der Krebs auf Milz und Leber über. Silvia M. hörte von Essiac, nahm zusätzlich zu dem Trank noch Blau-Grün-Algen ein. Heute ist sie geheilt. 
Juliane H. (38) aus Erfurt litt seit 1994 an Brustkrebs. Sie hat bereits zwei Teilamputationen hinter sich. Seit Mai 1995 nimmt sie Essiac. Bei neuen Untersuchungen wurden keine weiteren Krebszellen mehr festgestellt. 

Woher kommt Essiac? 

An der Küste Kanadas lebte ein Volk namens Anishinabe (die ursprünglichen Menschen). Diese gründeten eine Medizingesellschaft namens Midawiwin. Deren Verpflichtung war es, die alte indianische Kräuterheilkunde zu bewahren und zum Wohle der Menschen zu verwenden. Einer von ihnen war der alte Medizinmann, der das Rezept von Essiac weitergab. 

Wo bekommt man die Tee-Essenz? 

Die meisten Hersteller von Essiac erreicht man in den USA. Jetzt gibt es aber auch bei uns in Deutschland ein Produkt, das auf Essiac aufbaut. Neben den vier Basiskräutern enthält es noch fünf weitere Kräuter. Es soll nicht nur die Heilung von Krankheiten unterstützen, sondern auch vorbeugen, das Immunsystem stärken und den Körper entgiften. Die indianische Teemischung "Indian Essence" kann bezogen werden über Vitasol AG, Postfach 400, 60545 Frankfurt/Main. Tel: 0180/3671341. Preis 50 Mark plus 6,90 Mark Versandkosten. 

    Die vier Basiskräuter 
     

    1. Große Klette: eine zweijährige Pflanze, die in den USA und in Asien vorkommt. Eigenschaften: antibakteriell, pilztötend und tumorhemmend. 
    2. Kleiner Sauerampfer: kommt überall auf der Welt vor. Er verhindert die Zerstörung der roten Blutkörperchen und baut Geschwulste ab. 
    3. Medizinrhabarber: wächst in China und Tibet, beseitigt Blutstauungen, regt Magen, Darm und Leber an. 
    4. Rotulme: Die Rinde des kanadischen Baumes regt Leber, Milz und Bauchspeicheldrüse an.  Ende der Anzeige
     

 

Im deutschsprachigen Internet äußert sich die verdienstvolle und empfehlenswerte Seite Quackwacht zu diesem Thema:

"Essiac ist ein pflanzliches Produkt, das ungefähr 50 Jahre lang von Rene M. Caisse, einer kanadischen Krankenschwester, die 1978 starb, angepriesen und verschrieben wurde. Kurz vor ihrem Tod übertrug Rene M. Caisse Forme und Herstellungsrechte an die Resperin Corporation, eine kanadische Gesellschaft, die das Produkt gemäß eines Sonderabkommens mit Beamten der kanadischen Gesundheitsbehörde Patienten zur Verfügung stellte. Laut verschiedenen Berichten enthält das Rezept Klette, Indischen Rhabarber, Sauerampfer und glatte Ulme, es kann jedoch noch weitere Bestandteile geben. Essiac-Tee soll der Original-Formel von Caisse entsprechen und wird auch in den USA vermarktet.
Verschiedene Tierversuche mit Essiac-Proben ließen keine tumorbekämpfende Wirkung erkennen. Genauso wenig konnte eine Überprüfung der gesammelten Daten von 86 Patienten, die das kanadische Bundesgesundheitsministerium zu Beginn der 80er Jahre durchführte, eine solche Wirkung belegen."

Detaillierteres steht in zwei englischsprachigen Zeitschriften: In einem fünfjährigen Versuch wurde keinerlei Krebswirkung festgestellt:

"In 1977, following extensive publicity, the Canadian Federal Ministry of the Health Protection Branch approved a five-year clinical trial to study the eficacy of Essiac in the treatment of advanced carcinoma. Essiac was not shown to cure cancer, retard the progression of malignancy or to provide palliation of symptoms. Since 1983, Essiac has been considered neither as an investigational drug nor an approved drug and has not been approved for study in further clinical trials."
The Canadian Journal of Hospital Pharmacy - Volume 41, No. 3. June, 1988

Keiner der Bestandteile hat bewiesene Krebswirkung, es gibt keine Anwendungsempfehlung:

"Essiac was for many years a secret remedy and the original formula has undergone many revisions. None of the ingredients of Essiac formulations has any specific proven anti-cancer activity. The only available therapeutic information on Essiac is ancedotal. Future laboratory and clinical studies may confirm the antitumor and imunune modulating effects of Essiac, however, in an approved clinical trial it was not effective in the treatment of cancer.
Essiac is not an approved remedy for any indication."
Herbal medicine 18, Februar 1997

 

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